Die ältesten Schriftrollen der Bibel aus Qumran

Auf einer steil zum Wadi Qumran abfallenden Mergelterrasse am Nordwestufer des Toten Meeres befinden sich die Ruinen der antiken Siedlung von Qumran. Wer hätte ahnen können, dass in den Höhlen dieser Wüstengegend zahlreiche Schriftrollen lagerten, die über 2000 Jahre unentdeckt geblieben sind. Allein die Zahl der Bibelhandschriften beläuft sich auf rund 200 Manuskripte. Freilich sind die wenigsten vollständig erhalten, von vielen besitzen wir nur wenige Schnipsel. Der Vortrag erzählt von ihrer spannenden Entdeckungsgeschichte und erklärt, wie Schriftrollen in der Antike hergestellt wurden, wie man ihr Alter bestimmen und stark beschädigte Handschriften wieder zusammensetzen kann. Bis heute beschäftigen sich damit Bibelforscher auf der ganzen Welt. Abschließend wird davon gesprochen, welche Bedeutung die Qumranrollen für den heutigen Bibeltext besitzen.

Referent Pfarrer Dr. Alexander Achilles Fischer ist Theologischer Geschäftsführer der Württembergischen Bibelgesellschaft in Stuttgart und lehrt als Privatdozent Altes Testament an der Friedrich Schiller-Universität Jena. 1999 hat er am Lehrkurs des Deutschen Evangelischen Instituts für Altertumswissenschaft des Heiligen Landes teilgenommen und Jordanien, Syrien, Libanon und Israel bereist.

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Die große Jesaja-Rolle aus Höhle 1